Rückrufaktion !

Li Polymer akku aus dem Jahre 2007. Prinzipiell sind Sony Akkus immer von hervorragender Qualität gewesen.

Letzten Dienstag musste ich erstaunt feststellen, dass sich ein alter Akku der noch fest im Handy eingebaut war inzwischen kissenförmig aufgebläht hatte.  Ob dieses eine Gefahr für Haus und Bewohner darstellte, vermag ich nicht zu sagen. Hätte er auch genauso gut brennen können?

Der Fairness halber muss ich hier erwähnen, dass es sich um den Akku eines ca. neun Jahren alten Handys handelt.

Das Sony Ericsson k800i. Angeschafft vermutlich im Jahre 2007 und seit ungefähr 8 Jahren nicht mehr in Betrieb. Vermutlich hätte ich es schon längst ausmustern sollen, was ich mit alter Hardware ungern mache, mit alten Akkus aber schon längst hätte tun sollen.

Der Sony NP-FM50 aus dem Jahre 2001 zum Beispiel, hat auch heute 15 Jahre nach seiner Anschaffung immer noch eine hervorragende Qualität und liefert bis zu einer Stunde Energie. Wenn man bedenkt welches Alter dieser Methusalem hat ist das geradezu sensationell.

In den letzten Wochen ging durch die Presse dass

ein grosser Konzern, wie Samsung den Launch eines neuen Smartphones komplett in den Sand gesetzt hat.

Dabei ist laut diversen Pressemeldungen eventuell sogar einen Schaden im zweistelligen Milliardenbereich entstanden. Handys fingen überraschend an zu brennen, Flüge wurden abgebrochen, Menschen kamen zu Schaden. Inzwischen verweigern viele Fluglinien komplett den Transport der fraglichen, südkoreanischen Produktlinie. Ursache war nach Einschätzung der amerikanischen Verbraucherschutzbehörde dass der verbaute Akku mit 3500 mA für das vorgesehene Gehäuse schlicht zu groß war. Wie so einem Riesenkonzern so ein Qualitäts-Lapsus passieren konnte ist mir schleierhaft. Als Konsument bleibt mir nur das Vertrauen in genau diese Qualitäts Abteilung diverser Konzerne.

Unzählige elektronische Kleingeräte bevölkern nicht nur meinen, sondern auch die Haushalte aller  Durchschnittskonsumenten. Nicht nur Smartphones sondern auch Kleingeräte wie Zahnbürsten, Rasierapparate, sog. Power Banks, DECT Telefone, Notebooks,Elektrobohrer aller Art, Kameras, Fahrräder , komplette Autos und Spielkonsolen verlangen heute nach transportablen Energiespeichern in Form von NiCD, NimH,  Polymer, oder Lithium Ionen Akkus. Elektroautos zum Beispiel die defakto mit einer großen Menge Notebook Akkus bestückt sind verursachen der Feuerwehr im Brandfall erhebliche Schwierigkeiten. Hausratversicherungen raten ihren Kunden E-Nikes am besten im freien zu laden, sofern möglich. Wenn diese großen Akkus in Brand geraten ist das eine völlig andere Hausnummer als ein Streichholzbrief grosser Akku eines Smartphones. 

Teilweise verbrennen diese Akkus Sauerstofflos und stellen für die Feuerwehr ein riesen Problem dar.

Im Brandfall bleibt nur ein kontrolliertes Abbrennen. Was also tun? Ich bin inzwischen dazu übergegangen sämtliche Geräte im Ruhezustand wenn möglich von ihrem Akkus zu trennen und diese in einer feuerfesten Glasschale mit Glasdeckel (Jenaer Glas) aufzubewahren. Geladen werden diese Akkus ausschließlich auf einer feuerfesten Silikon Matte und niemals ohne Aufsicht.

Bin ich paranoid? Vermutlich ja - Sinnvoll ist das auch nicht unbedingt,

da ich davon ausgehen kann dass keiner meiner Nachbarn auch nur ansatzweise einen ähnlichen Aufwand betreibt. Die meisten Leute haben ein sehr vertrauensseliges Verhalten gegenüber ihren technischen Kleingeräten. Trotzdem sollte man sich des Gefahrenpotenzials dieser Energiequellen bewusst sein.

Ladesituation auf Silikonmatte - ob es hilft ?
NP-FM50 - aus dem Jahre 2001. 15 Jahre nach seiner Anschaffung immer noch eine hervorragende Qualität
Glasdosen (eigentlich Kasserollen) aus feuerfestem Jenaer Glas - bieten ein wenig trügerische Sicherheit bei Selbstentzündung

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